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EnerLyzer kann gleichzeitig mit jedem aktiven Prüfmodul der Test Universe Software betrieben werden.
Es können Spannungen bis zu 600 Veff oder - unter Verwendung von Stromzangen mit Spannungsausgang oder Shunt-Widerständen - auch Ströme gemessen werden. Die Wahlmöglichkeit zwischen fünf Messbereichen ermöglicht eine optimale Ausnutzung der Genauigkeit entsprechend den jeweils zu messenden Signalen. Die Messdaten können als Primär- oder Sekundärwerte angezeigt werden. Die Ergebnisse können in einem Messprotokoll zusammengestellt werden. EnerLyzer unterstützt die binäre Ein- und Ausgabeeinheit CMB I/O-7.
Multimeter
In diesem Modus können alle zehn Eingänge als Spannungs- oder Stromeingänge verwendet werden. Es können sowohl AC- als auch DC-Werte gemessen werden. Für AC können zwei verschiedene Frequenzen gleichzeitig bestimmt werden (z.B. Generator / Netz).
Folgende Größen werden von EnerLyzer angezeigt:
- Effektivwert und Phasenlage für U, I (AC)
- Symmetrische Komponenten
- Leiter-Leiter-Spannung
- Zwei Frequenzen
- Wirk-, Blind- und Scheinleistung pro Phase und für das 3-phasige System
- cos phi
- DC-Werte für Spannung, Strom und Leistung
Oberschwingungsanalyse
Dieser Modus erlaubt die Online-Analyse von Signalen bis zur 64. Harmonischen (bei 50/60 Hz). Folgende Größen werden von EnerLyzer angezeigt:
- Effektivwert und Phasenlage der Grundwelle
- Frequenz, Effektivwert und Grundwellen-Klirrfaktor des Gesamtsignals
- Effektivwert und Phasenlage der Harmonischen
Signale können auch mit einer "Schnappschuss"-Funktion festgehalten und grafisch dargestellt werden.
Transienten-Aufzeichnung
EnerLyzer ermöglicht die Verwendung der Prüfgeräte CMC 256/256plus und CMC 356 mit ELT1 Hardware Option als leistungsstarke 10-kanalige Transientenrekorder. Die maximale Aufzeichnungsdauer hängt von der Abtastfrequenz und der Anzahl der aufgezeichneten Kanäle ab (die Aufzeichnung eines Kanals bei 3 kHz ergibt eine Aufzeichnungsdauer von mehr als 5 Minuten). Die Aufzeichnungen werden im COMTRADE-Format gespeichert.
Für jede Aufzeichnung können Abtastrate, Voraufzeichnungszeit und Aufzeichnungsdauer eingestellt werden.
Die Aufzeichnung kann entweder manuell oder durch einen definierten Trigger gestartet werden. Dies kann ein bestimmter Spannungs- oder Stromwert mit entweder steigender oder fallender Flanke sein, ein Umschaltvorgang an einem Binäreingang oder ein bestimmtes Netzqualität-Merkmal.
Netzqualität-Trigger
Die Triggerung der Signalaufzeichnung kann auch durch verschiedene Netzqualität-Kriterien erfolgen:
- Absenkung und Überhöhung: Triggerung, wenn in einem bestimmten Kanal eine Absenkung oder Überhöhung auftritt.
- Oberschwingung: Triggerung, wenn entweder eine bestimmte Harmonische oder der Klirrfaktor einen bestimmten Pegel übersteigt (Angabe in Prozent vom Sollwert).
- Frequenz: Triggerung, wenn die Frequenz die in Hertz angegebene Abweichung von der Nennfrequenz überschreitet.
- Frequenzänderung: Triggerung, wenn die Änderungsgeschwindigkeit der Frequenz die angegebene Rate übersteigt.
- Kurzzeiteinbruch: Triggerung erfolgt nach einer bestimmten Anzahl von Kurzzeiteinbrüchen mit einer bestimmten Dauer und einer bestimmten Amplitude.
Trend-Aufzeichnung
Aufzeichnung folgender Größen als Funktion der Zeit:
- Frequenz 1 (beliebiger Kanal)
- Frequenz 2 (beliebiger Kanal)
- Ströme (Effektivwert)
- Spannung (Effektivwert)
- Phasenwinkel
- Wirkleistung (1- und 3-phasig)
- Blindleistung (1- und 3-phasig)
- Scheinleistung (1- und 3-phasig)
- cos phi
Jede Größe (z.B. Frequenzen, Ströme oder Wirkleistungen) wird in einem eigenen Diagramm als Funktion der Zeit angezeigt.
Die Gesamtanzahl der Abtastwerte in allen Diagrammen ist begrenzt auf 4 Millionen. Wird dieser Grenzwert überschritten, so wird die Aufzeichnung fortgesetzt und die ältesten Werte aus den Diagrammen gelöscht.
Durch Auswahl einer langen Messrate sind auch Messungen über sehr lange Zeiträume hinweg möglich. So kann z.B. mit einer Messrate von 10 Sekunden eine ständige Aufzeichnung von mehreren Wochen Dauer durchgeführt werden.
Mit Hilfe von TransView (im Umfang von EnerLyzer enthalten) können die Transienten-Aufzeichnungen betrachtet oder einer genauen Analyse unterzogen werden. Die Wiedergabe von Transienten-Aufzeichnungen erfolgt entweder mit Advanced TransPlay oder mit TransPlay.





